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Das Gedächtnis des Wassers

Wasser nimmt Signale auf, speichert sie und gibt sie weiter

Prof. Eshel Ben-Jacob - rechts († 2015) bei einem Besuch bei Johann Grander († 2012) in Jochberg in Tirol @ IPF Prof. Eshel Ben-Jacob - rechts († 2015) bei einem Besuch bei Johann Grander († 2012) in Jochberg in Tirol
Man weiß seit vielen Jahren, dass Wasser Informationen aufnehmen, speichern und an die Umwelt und Umgebung weitergeben kann. Wasser reagiert auf alle Arten von Signalen, wie Biosignale, die aus der Natur kommen oder technische Signale wie elektromagnetische Wellen aus der Funktechnik. Beide Arten von Signalen werden als Information augenommen, gespeichert und auch weitergegeben.
Anhand spezieller Untersuchungsmethoden kann man die Auswirkung unterschiedlicher Informationen auf das Wasser nachweisen und sogar sichtbar machen. Für den Nachweis werden zwei Petrischalen (flache, runde, durchsichtige Schalen, die für Untersuchungen in Labors verwendet werden) mit einem gelartigen Nährmedium, das Bakterien als Futterquelle dient, gefüllt.

Danach werden die Bakterien eines ausgewählten Stammes in die Mitte der Petrischale eingeimpft. Die Bakterien beginnen sich zu vermehren und bilden verschiedene Muster aus: manchmal sind sie breit aufgefächert und manchmal klein und geradlinig. Bei der Versuchsanordnung bleiben bei jeder Wiederholung alle Parameter - bis auf den Informationsgehalt des Wassers, das für die Nährmedienherstellung gebraucht wird - gleich.

Der beschriebene Versuch mit den beiden Petrischalen wurde vom israelischen Physiker Prof. Eshel Ben-Jacob entwickelt. Die abgebildeten Fotos wurden 1998 angefertigt und dokumentieren die Auswirkungen, wenn Wasser mit unterschiedlichem Informationsgehalt für die Herstellung der Nährmedien verwendet wird.

Bei den von Eshel Ben-Jacob fotografierten Versuchen wurde

das Nährmedium 1 mit unbehandeltem Wasser hergestellt und
das Nährmedium 2 mit Wasser hergestellt, das für eine bestimmte Zeit einem elektromagnetischen Signal ausgesetzt war.

Die Ergebnisse zeigen anschaulich, dass die behandelte Probe (Nährmedium 2) ein deutlich gesteigertes Bakterienwachstum und eine komplett andere Musterbildung als die unbehandelte Probe aufweist.

Mit diesem Experiment gelang es Prof. Ben-Jacob mehrere Fragen zur Informationseigenschaft des Wassers zu beantworten und folgende Ableitungen zu treffen:

 

  • Wasser reagiert auf Signale aus seiner Umwelt

  • Wasser speichert diese Informationen - gleichsam einem Gedächtnis und erinnert sich auch zu späteren Zeitpunkten an die Ereignisse und Signaleinwirkungen Lebewesen (Bakterien) reagieren auf die veränderten Bedingungen im Wasser


Kann Information im Wasser auch mit physikalischen Messinstrumenten erfassen werden?

Bis dato wurde noch kein physikalisches Verfahren publiziert, das dieser Anforderung gerecht wird. Selbst die „feinsten“ physikalischen Messinstrumente sind um mehrere Zehnerpotenzen zu ungenau, um Merkmale wie Information oder Struktur des Wassers direkt zu erfassen.

Umso mehr gewinnt die Nachweismethode von Prof. Ben-Jacob an Bedeutung. Als Physiker und ehemaliger Präsident der Physikalischen Gesellschaft Israels gelang ihm eine wissenschaftliche Meisterleistung. Ben-Jacob verlagert die Aufgabe der Messung von physikalischen Messinstrumenten hin zu lebenden Organismen (Bakterien). Er sagt dass Bakterien mindestens um den Faktor 1.000 sensibler reagieren als jedes bis heute bekannte Messgerät. Seine schon fast als Kunst anmutenden Bilder sprechen eine klare Sprache. Wie und wo die Informationsspeicherung im Wasser erfolgt soll im ersten Gedankengang noch unbeantwortet bleiben.

Hier schließt sich der Kreis zu Johann Grander, der stets von der Bedeutung und Feinfühligkeit von Tieren überzeugt war. Er zeigte, dass auch Bienen äußerst gute „biologische Messinstrumente“ sind. In einem Versuch bewies er, dass Bienen in der Lage sind belebtes und unbelebtes Wasser zu unterscheiden. Die Trefferquote lag dabei über 95%.

>> Am 5. Juni 2012 ist Professor Eshel Ben-Jacob unerwartet verstorben - ER RUHE IN FRIEDEN!

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