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Wasserdicht: Projekt Hefewachstum

Kurzbeschreibung und Ziel:
Das Projekt „Hefewachstum“ ist eine Auftragsforschung in der zweiten Säule der Forschungsstrategie „Wasserdicht“. Primäres Ziel ist die Untersuchung, ob die Grander-Behandlung („Belebung“) des Wassers Einfluss auf das Wachstum von Hefesorten hat, die speziell beim Bierbrauen zum Einsatz gelangen. Im Zuge der Studie werden auch an verschiedenen Etappen die Werte der Verkeimung des Wassers (KBE-Zahl) gemessen und verglichen. Sekundäres Ziel ist die Untersuchung, ob durch die „Belebung“ des Wassers ein signifikanter Einfluss auf die Entwicklung der Verkeimung im Wasser messbar ist.

Aufbau und Methode:
Zur Wahrung der Unabhängigkeit der Forschung erfolgte die Beauftragung zu diesem Projekt nicht durch Grander unmittelbar. Stattdessen wurde mit Research Institute AG & Co KG ein neutraler Dritter mit der Entwicklung des Projekts sowie der Qualitätssicherung beauftragt, welcher der Forschungseinrichtung als Vertragspartner gegenüberstand. Grander selbst trat während der Durchführung der Studie nicht in Erscheinung. Die Forscher wussten nicht, ob der Auftrag vom Hersteller eines Wasserbelebungsgeräts oder von anderen interessierten Parteien (Konsumentenschutz, etc.) finanziert wird. Erst nach Projektabschluss wurde der Forschungsinstitution gegenüber Grander als Auftraggeber offengelegt.
Im Verlauf des Versuchs wurden verschiedene Wasserproben nacheinander durch ein Ziviltechniker-Labor abgefüllt, gemessen, dokumentiert und an das nahe gelegene Forschungsinstitut für die weiteren Experimente übergeben. Die Proben wurden „blind“ untersucht, die Forscher wussten also nicht, welche Proben belebt sind und welche nicht. Neben der Messung der Verkeimung an verschiedenen Kontrollpunkten stand im Vordergrund die Messung des Hefewachstums. In einem Vorprojekt wurden der Hefestamm ausgewählt und die wesentlichen Parameter der Studie fixiert. Im Zentrum stand der Vergleich der Wachstumskurven der Hefe in unterschiedlichen Medien mit und ohne belebtem Wasser. Insgesamt wurden 6 Messdurchgänge durchgeführt, um die statistische Signifikanz der Ergebnisse bestimmen zu können.

Zusammenfassung der Ergebnisse:
Die Messungen indizieren, dass bei einer höheren Ausgangskeimzahl das belebte Wasser nach der Behandlung signifikant geringere Keimzahlwerte aufweisen. Allerdings ist dieser Effekt bei geringer Anfangsbelastung unter sterilen Bedingungen nicht mehr im signifikanten Bereich messbar. Außerdem sollten die gemessenen Proben möglichst gleiche Stehzeiten haben, weil Effekte ansonsten auch darauf zurückgeführt werden können. Da die Zahl der stärker belasteten Ausgangsproben insgesamt zu gering war, konnte der Effekt in dieser Untersuchung nur indiziert, aber nicht statistisch signifikant nachgewiesen werden.
Das Hefewachstum zeigt zunächst unabhängig vom Medium (eine Gruppe mit und eine ohne „belebtem“ Wasser) völlig vergleichbare Wachstumskurven. Allerdings variiert die Wachstumsgeschwindigkeit der verschiedenen Proben untereinander signifikant. Diese Varianz ist allerdings auch zwischen den Proben innerhalb einer Gruppe sehr stark. Daher lässt sich aus den Daten nicht signifikant schließen, in welchem Ausmaß die Varianzen auf die „Belebung“ des Wassers im Wachstumsmedium zurückzuführen sind. Es zeigt sich jedoch, dass eine konsekutive Anlieferung der Proben für die Untersuchungen nicht optimal ist, weil schon durch das längere stehen des Wassers auch innerhalb der jeweiligen Probengruppe die Unterschiede größer werden.
Jedenfalls lässt sich aus der Untersuchung schließen, dass die „Belebung“ des Wassers keine sonstigen Veränderungen im Hefewachstum bewirkt, insbesondere keine unerwünschten Nebeneffekte auf das Wachstum der gezüchteten Kulturen hat.

Auftraggeber: Grander GmbH, DI Johannes Larch, Forschungsleiter Grander
Auftraggeber Vertreter: Ing. Dr. Christof Tschohl, wissenschaftl. Leiter RI
Kontakt: forschung@grander.com

Träger-organisation: Research Institute AG & Co KG (RI) Partner-organisationen Austrian Institute of Technology (AIT), AQA GmbH, Ziviltechniker
Länder: Österreich
Projektzeitraum: Dezember 2018 - Juli 2019
Publikation: # Studie online stellen und hier verlinken #
Finanzierung: Grander GmbH – Auftragsforschung ohne Drittmittel