100 Jahre nach der letzten Schicht: Vom Bergbau zum GRANDER® Wasser
Die Kupferplatte blickt auf eine beeindruckende Vergangenheit zurück. Bergbau ist in der Region bereits seit rund 3.000 Jahren nachweisbar. Im Jahr 1447 wurde der Jochberger Bergbau erstmals urkundlich erwähnt. Über die Jahrhunderte entstand ein bedeutendes Bergbaurevier, in dem zu seiner Blütezeit bis zu 160 Bergleute beschäftigt waren. Schon 1831 umfassten die Stollen, Strecken und Schächte rund 18 Kilometer.
Nach dem Ende des industriellen Kupferbergbaus im Jahr 1926 begann Ende der 1980er-Jahre ein neues Kapitel. 1989 erwarb Johann Grander das ehemalige Bergbauareal. Eine besondere Rolle spielte dabei die Stephanie-Quelle, deren Wasser im Bereich der alten Bergwerksanlagen aus dem Berg tritt. Johann Grander nutzte dieses Wasser als Grundlage für seine Arbeit und für die Entwicklung der nach ihm benannten Wasserbelebungsgeräte.
Aus diesen Anfängen entwickelte sich in Jochberg die GRANDER® Wasserbelebung. Die daraus hervorgegangenen Produkte sind heute international bekannt und werden weltweit versendet. Am 28. Juli 1990 wurde zudem das Schaubergwerk eröffnet, das die Geschichte der Kupferplatte für Besucherinnen und Besucher bis 2020 erlebbar machte.
So spannt sich der Bogen vom jahrtausendealten Kupferbergbau über die letzte Schicht vor 100 Jahren bis zum Wasser aus dem Berg. Die Kupferplatte ist damit nicht nur ein Denkmal der Vergangenheit, sondern ein Ort, dessen Geschichte bis heute weiterlebt. Denn auch 100 Jahre nach der letzten Schicht ist das Bergwerk bergbaurechtlich weiterhin aufrecht.